Fuchsgeschichten PDF Drucken E-Mail

Die etwas andere Jägergeschichte

Viele Fuchs-Waisenkinder sind inzwischen eingezogen, darunter auch ein Füchslein, welches von einem Jäger aus Zweibrücken überbracht wurde.

Er sagte wörtlich: "Normalerweise erschieße ich alle Füchse, aber bei diesem habe ich es nicht über´s Herz gebracht".

Seine Kollegen hätten ihm vorgeschlagen, den Kleinen zu erschlagen, aber dies sei ihm unmöglich gewesen.

 

Schauen Sie sich bitte das Foto des Füchsleins an:

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Das ist die 2. Jägergeschichte dieser Art, die wir erleben durften in diesem Frühjahr.

 

Auch 2 kleine Keiler - mit 500 - 600 g wurden bei uns zur Aufnahme angefragt von Jägern, die diese mit nach Hause genommen hatten. Die Ehefrau hatte sie schon seit einer Woche versorgt. Welches Problem sich entwickeln würde, wenn die Keiler dann heranwachsen würden, war dem Jäger klar - auch aufgrund der von ihm gehaltenen Jagdhunde. Glücklicherweise konnten wir die Kleinen vermitteln, worüber der Jäger und dessen Ehefrau sehr erfreut waren.

Paul, Max, Lena, Susi und Tom

Die 5 Fuchswaisen wurden am Rande eines Wohngebietes, von der Mutter verlassen  - die wohl ums Leben gekommen war - ,von dem Hund unseres Vorstandsmitgliedes gefunden. Im Alter von 3 Wochen, völlig ausgehungert und apathisch, hatten die Kleinen keine Überlebenschance und sollten vom Jäger getötet werden, der von dem Fund informiert worden war. Unser Vorstandsmitglied nahm die Kleinen in ihre Obhut und zog sie erfolgreich, bis zur Auswilderung auf.

 

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Die erste Fütterung der 5 Fuchswelpen nach der Rettung.

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Im Alter von ca. 6 Wochen ist die Abenteuerlust kaum zu bremsen und die Welpen spielen den ganzen Tag.

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Paul mit ca. 8 Wochen und nur Unsinn im Kopf.

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Mittlerweile sind die Jungfüchse schon 12 Wochen alt.

Tierfreund versteckt dieses Fuchs-Baby

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Der Fuchs wurde von Tierart aufgenommen.
Da er trotz seiner schweren Behinderung (er hatte einen verwachsenen Beinbruch), äußerst geschickt war im Jagen und Klettern, konnte er nach 6-monatigem Aufenthalt ausgewildert werden.

 

Tod in Daun

Unsere Vorsitzende, Frau Bour erhielt die Anfrage einer Tierärztin, ob wir 4 Fuchswaisen aufnehmen könnten. Die Welpen seien noch dunkelbraun (also sehr kleine Babies) und der Jäger habe bereits die Fuchsmutter weggeholt und sie angeblich an anderer Stelle "ausgewildert", da sich das Tier in einem Wohngebiet aufgehalten hätte. Frau Bour sagte sofort zu, die Babies aufzunehmen.

 

Nach der Zusage von Frau Bour, fuhr die Tierärztin sofort zu ihrem Vater nach Daun, der die kleinen Füchse nach dem Verschwinden der Fuchsmutter gefüttert und entwurmt hat. Auch den Kot hatte er zur Untersuchung eingeschickt - die Tiere hatten keine Bandwürmer. Als die Tierärztin bei ihrem Vater ankam, hatte der Jagdgehilfe jedoch bereits die Babies weggeholt.

 

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Auf Vorhalten hin wurde behauptet, diese Welpen seien ebenfalls ausgewildert worden. Dabei bestand überhaupt keine Überlebenschance für Tiere in diesem Alter.

 

Leider müssen wir immer wieder erleben, daß eine ungeheure Panik in Wohngebieten entsteht, wenn ein Fuchs auftaucht und dann der Jäger gerufen wird, wie es auch in diesem Zusammenhang war.

Dabei wird nicht bedacht, wie nützlich die Füchse sind, nachdem sie zu 90% von Mäusen leben. Diese Schädlinge und Krankheitsüberträger würden überhand nehmen, wenn es keine Füchse mehr gäbe.